Was versteht man unter einem Schnappfinger?

Bei einem Schnappfinger, auch „schnellender Finger“ , Springfinger oder Schnappdaumen genannt, kommt es zu einem ruckartigen „Schnappen“ des Fingers beim Beugen oder Strecken in die Normalposition. Betroffen kann jeder Finger sein, es trifft aber gehäuft den Daumen, Mittel- oder Ringfinger.

 

Grund dafür sind verdickte Beugesehnen, die an den Fingern entlang verlaufen. Die sogenannten Ringbänder stabilisieren diese Sehnen und verhindern, dass sie sich beim Beugen der Finger vom Knochen lösen. Liegt nun eine Verdickung der Sehnen vor, dann kommen diese nicht mehr ungehindert durch die Ringbänder. Dadurch kommt es zu Entzündungen. Ein großer Kraftaufwand wird für das Strecken des Fingers notwendig und der Finger schnellt dann plötzlich nach vorne oder hinten.  

Ursachen Schnappfinger

Die Ursachen für einen Schnappfinger sind nicht gänzlich geklärt. Jedoch kann man davon ausgehen, dass eine Überbelastung die Hauptursache für einen Schnappdaumen ist.

Als weitere Ursachen gelten:

  • Verletzungen
  • Genetische Veranlagung
  • Rheuma

Behandlung Schnappfinger

In leichten Fällen, in denen der Finger noch nicht zur Gänze blockiert ist, sorgen entzündungshemmende Medikamente oder entsprechende Salben für Linderung. Ebenso kann eine temporäre Ruhigstellung der betroffenen Stelle helfen.

 

Oftmals ist eine konservative Therapie nur vorübergehend wirksam. Die Therapie der Wahl stellt dann der operative Eingriff dar. Die Operation findet in der Regel unter lokaler Betäubung statt. Bei der kurzen Operation wird das Ringband, durch das die Sehne schwer durchkommt, durchtrennt.  Normalerweise kann kurz nach der Operation der Finger wieder ohne Probleme bewegt werden, eine Schonung von ein bis zwei Wochen ist aber unbedingt zu empfehlen. Spezielle Übungen in der ersten Phase nach der OP verhindern, dass die Beugesehnen miteinander verkleben.